Von den zahlreichen illuminierten Handschriften des Buches Hiob, die heute erhalten sind, scheint nur der Codex von Sinai in Konstantinopel entstanden zu sein. Die Illustrationen beschränken sich auf den Prolog des Textes und folgen den dramatischen Ereignissen. Sie reichen von einer Darstellung Hiobs und seiner Frau als kaiserliches Paar in einem Palast (S. 7r) über ein idyllisches Bild seiner Herden (S. 8r) und das glückliche Familienmahl (S. 17r) bis hin zur Tragödie Hiobs und seinem unerschütterlichen Glauben. Das Buch zeichnet sich durch seine Opulenz, seine feine Technik und die Goldschrift sowie die "illusionistischen", tiefen Hintergründe aus, die an die Kunst der Antike erinnern.